Hochofenaufbau

Gicht, Schacht und Kohlensack

Der Hochofen besteht aus Gicht, Schacht, Kohlensack, Rast und Gestell. Im oberen Bereich des Hochofens, der Gicht, betrug die Temperatur etwa 200 Grad Celsius. Je weiter das Material (Erz, Koks, Sinter, Kalkstein) im Schacht niederging, desto mehr wurde es erwärmt und dehnte sich aus. Deshalb hat der Hochofen eine sich nach unten erweiternde Form.

Am Kohlensack ist der Durchmesser am größten. Es schließt sich die Rast an. Hier engt sich der Ofendurchmesser ein, und der Möller (Gemisch aus Eisenerz und Zuschlagstoffen) konnte „rasten“.

In dem sich darunter befindlichen Bereich wurde der heiße Wind durch die Blasformen eingeblasen. Das war die heißeste Zone des Ofens mit Temperaturen von etwa 2000 Grad Celsius. Hier entstanden das flüssige Roheisen und die Schlacke, die nun in das Gestell tropfen konnten.

Etwa alle zwei Stunden hatten sich im Gestell bis zu 120 Tonnen Roheisen und, je nach Eisensorte, ein bestimmter Anteil Schlacke angesammelt. Jetzt konnte das Stichloch geöffnet werden, Roheisen und Schlacke flossen in das Rinnensystem der Gießhalle. Durch die Rinnen im Formsand lief das Roheisen in die "Torpedowagen", die es dann zum Stahlwerk beförderten.

weiterempfehlen:

Impressionen

Klicken Sie auf eines der Bilder, um es sich im Vollbildmodus anschauen zu können!

  • © Thomas Berns
  • © Thomas Berns
  • © Manfred Kortmann
  • © Manfred Kortmann
  • © Manfred Kortmann
  • © Manfred Kortmann

weiterführende Informationen