Entstehung

Industriegeschichte

Der Duisburger Norden zählt zu den Gebieten im Revier, die erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts in der Phase der Hochindustrialisierung aus dem Dornröschenschlaf einer ländlichen Idylle gerissen wurden. Mit der Nordwanderung der Industrie aus dem Ruhrtal heraus begann die Veränderung einer Landschaft, die von ihrer ursprünglichen Gestalt heute nichts mehr erkennen lässt.

In Meiderich lässt August Thyssen ab 1901 die Aktiengesellschaft für Hüttenbetrieb ein Hochofenwerk bauen, das in unmittelbarer Nähe seiner bereits früher erworbenen Kohlefelder liegt. Damit ist die Voraussetzung für den notwendigen Verbund von Kohle und Eisen geschaffen. Bis zur Stilllegung des Werkes im Jahr 1985, als Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt abgebaut werden müssen, produziert das Werk Roheisen - in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen'schen Stahlwerken.

Nach dem Rückzug der Eisenproduktion bleibt eine Industriebrache von über 200 Hektar zurück, die einer neuen Nutzung harrt. Mit großem Engagement interessierter Bürgerinnen und Bürger kann der drohende Abriss der Industrieanlage gestoppt werden. Von 1990 bis 1999 entstand zwischen den Stadtteilen Meiderich und Hamborn ein Park neuen Typs, der wildgewachsene Vegetation und die Industriebauten des Hüttenwerks inzwischen miteinander verbindet.

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  • © Jürgen Dreide
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  • © ThyssenKrupp Konzernarchiv, Duisburg
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