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Die Tiere

Das Haushuhn

Auf dem Ingenhammshof leben ca. 50 Hühner. Sie werden vor allem wegen ihrer Eier gehalten. Ein Huhn kann im Jahr 200 bis 300 Eier legen.

Haushühner stammen ursprünglich aus Asien, wo sie schon vor über 4000 Jahren gehalten wurden.

Ein braunes Haushuhn auf einer Wiese

Buntes Bentheimer Schwein

Das Bunte Bentheimer Schwein ist im westlichen Niedersachsen beheimatet und verbreitet. Das auf Robustheit und Stressunempfindlichkeit gezüchtete Schwein wird wegen seines Fleisches gehalten.

Es war Anfang des 20. Jahrhunderts in Südoldenburg weiter verbreitet, wo es durch die Einkreuzung englischer Rassen entstanden sein soll. Aufgrund der relativ geringen Fleischfülle nahm der Absatz und damit auch der Bestand in den folgenden Jahren stark ab.

Drei bunte Bentheimer Schweine im Stroh

Bentheimer Landschaf

Kennzeichnung: Großrahmiges, langbeiniges Schaf. An Kopf und Ohren sowie an den Beinen dunkelbraune Flecken. Schmaler und langer Kopf. Nasenrücken deutlich geramst. Hornlos.

Leistung: Widerstandsfähig. Anspruchslos. Harte Klauen. Hervorragende Fleischqualität. Jährliche Wollmenge der Böcke 4,5 bis 5 kg. Muttertiere 3,0 bis 4,0 kg.

Zuchtgeschichte: Unter Einkreuzung von niederländischen Tieren (Drenthe-Schaf) in Einheimische Heide- und Marschschafe entstanden.

Die Rasse blieb bis in die neuere Zeit auf die Kreise Bentheim und Lingen im Emsland beschränkt. Seit 1934 gibt es ein Zuchtbuch. Durch ökologische Veränderungen wurde diesem Moor- und Heideschaf die natürliche Lebensgrundlage weitgehend entzogen. Bestand stark gefährdet.

Ein Schaf auf einer Wiese

Rheinisch-Westfälisches Kaltblut

Die Rheinisch-Westfälische Kaltblut stammt aus Nordrhein-Westfalen und kommt dort und vereinzelt in anderen Bundesländern vor. Wie alle Kaltblüter ist auch das Rheinisch-Westfälische Kaltblut ein kräftiges, breit gebautes Zug- und Arbeitspferd.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden vornehmlich englische Kaltblutpferde zur Arbeit genutzt. Durch die Einkreuzung belgischer Tiere entstand die Rheinisch-Westfälische Rasse, die in den 30er Jahren über 50 % des gesamten deutschen Pferdebestandes ausmachte. Nach dem 2. Weltkrieg verlor sie jedoch durch die zunehmende Mechanisierung an Bedeutung, so dass man sie heute nur noch vereinzelt in der Land- und Forstwirtschaft und zu Repräsentationszwecken in Brauereien findet.

Zwei Rheinisch-Westfälische Kaltblut Pferde auf der Weide

Hausgänse

Hausgänse werden schon seit dem Altertum vor allem wegen ihres Fleisches und ihrer Federn gezüchtet.

Auf dem Ingenhammshof leben sie frei, ohne Gehege. Deshalb braucht bei ihnen keine Zufütterung stattzufinden, sie ernähren sich lediglich durch das Abgrasen der Weiden.

Etwa zehn weiße Hausgänse an einem Teich

Weiße Deutsche Edelziege

Kennzeichnung: Kräftig gebaute Ziege. Rein weiß. Kurze und glatt anliegende Behaarung. Sowohl hornlos als auch gehörnt.

Leistung: Fleisch, Häute und Milch. Jahresmilchleistung 950 kg bei 3,5 % Fett. Höchstleistungen über 1800 kg.

Zuchtgeschichte:

Weiße Ziegen sind in Mitteleuropa schon seit Jahrhunderten bekannt. Seit 1928 wurden alle weißen Ziegen zu einer Rasse zusammen gefasst und unter dem jetzigen Namen weitergeführt.

Beide Ziegenrassen (Toggenburgerziege und Deutsche Edelziege) werden auf dem Ingenhammshof wegen der Milchleistung gehalten. Mit Schülerinnen und Schülern wird Käse hergestellt.

Eine weiße Deutsche Edelziege an der Stalltür

Toggenburgerziege

Kennzeichnung: Hellbraun bis mausgrau und hellere Ohren, hellere Streifen vom Ohrgrund bis zum Maul und weiße Umgebung des Mauls. Die Ziege ist meist langhaarig. Die Zucht tendiert zur Kurzhaarigkeit. Sowohl hornlos und behornt.

Verbreitung: Zentralschweiz, Nordamerika, Großbritannien, Süddeutschland

Leistung: Fleisch, Häute, Milch. Mittlere Jahresmilchleistung 700 - 800 kg.

Zuchtgeschichte: Alte lokale Rasse im Toggenburg, Kanton St. Gallen/Schweiz. Um die Jahrhundertwende nach Deutschland importiert und als eigenständige Rasse gezüchtet.

Beide Ziegenrassen (Toggenburgerziege und Deutsche Edelziege) werden auf dem Ingenhammshof wegen der Milchleistung gehalten. Mit Schülerinnen und Schülern wird Käse hergestellt.

Eine hellbraune, gehörnte Toggenburgerziege an der Stalltür

Schwarzbunte Kuh

Die Schwarzbunte Kuh stellt die häufigste Rinderasse der Welt dar. Sie wird zwar auch wegen ihres Fleisches, vor allem jedoch aufgrund ihrer hohen Milchleistung gehalten. Eine einzige Kuh liefert jährlich ca. 6100 kg Milch.

Die Schwarzbunte Kuh ist eine sehr alte Rinderrasse, die bereits im 16. Jahrhundert in Nordeuropa gehalten wurde. Während die meisten der weit verbreiteten Schwarzbunten Kühe aus einer Kreuzung des ursprünglichen Typs mit amerikanischen Tieren hervorgingen, lebt am Ingenhammshof noch der ursprüngliche Typ.

Eine Schwarzbunte Kuh blickt in die Kamera

Knabstrupper

Der durch die „Pippi Langstrumpf“ - Verfilmungen bekannt gewordene Knabstrupper stammt aus Dänemark, wo er weit verbreitet ist. Das aufgrund seiner Färbung als Tigerschimmel bezeichnete Warmblut wird vorwiegend als Zirkus- und Voltigierpferd (für Kunst- und Geschicklichkeitsübungen) eingesetzt.

Die Rasse der Knabstrupper geht auf eine Stute mit unbekannter Herkunft zurück, die ein spanischer Offizier Anfang des 19. Jahrhunderts in Dänemark verkaufte. Das Tier sollte zunächst geschlachtet werden, gelangte dann jedoch auf das Gut Knabstrupp, wo es zur Zucht eingesetzt wurde. Es brachte einige stark getigerte Fohlen zur Welt, aus der schließlich die neue Rasse der Knabstrupper hervorging.

Ein helles Pferd mit dunklen Flecken, ein Knabstruper grast auf der Weide

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